Standards beim Straßenbau verbessern

node metatags
Platz: 
5

Fazit: wird bereits umgesetzt

Verkehr, Auto, LKW, Krad
gesamte Stadt
Investition zum Sparen
Bürgervorschlag

Wie wichtig für Kerpen?

+0,85
(Anzahl: 120)

Wie robuste Straßen gebaut werden haben wir vor rund 2000 Jahren von den Römern gelernt. Diese Straßen waren langlebig, unterhaltungsarm, das Regenwasser wurde an den Rändern in Gräben gesammelt und Bäume standen neben der Fahrbahn am Straßenrand.

Dies war der Ausbaustandard von Straßen bis in die 1980 er Jahre. Dann haben irgendwelche Schwachköpfe das bewährte Produkt Straße neu erfunden. Die Straßenränder erhielten überbreite Rinnen aus kleinformatigen Betonpflastersteinen, die oft nur auf Kies oder Magerbeton verlegt sind. Außerdem wurden die Bäume in die Fahrbahn gepflanzt.

Dies alles wurde den Anliegern als nachhaltige Sanierung und Verschönerung des Straßenraumes verkauft und finanziell aufs Auge gedrückt. Das Ergebnis ist heute an jeder Ecke zu besichtigen. Der Schwerlastverkehr fährt mit der rechten Fahrzeughälfte permanent über den überbreiten Pflasterstreifen und lockert diesen, der Rand der Schwarzdecke reißt längs entlang des Pflasterstreifens, Wasser dringt in den Unterbau. Das Wurzelwerk der Bäume in der Fahrbahn wächst, dehnt sich aus und hebt den Fahrbahn Belag, sowie die Bordsteine und Gehwegplatten. Zu besichtigen sind diese Schäden praktisch an allen ab den 1980 er Jahren „sanierten“ Straßen. Die noch jüngeren „Sanierungsfälle“ brauchen noch etwas Zeit, aber das Schadensbild wird sich auch dort einstellen.

Man kann sagen, im Untergrund der Straßen tickt eine Zeitbombe.

Hinweise der Verwaltung: 

Stellungnahme der Fachabteilung:
Der Straßen- und Wegebau in der Kolpingstadt Kerpen erfolgt nach den technischen Regelwerken für das Straßenwesen, die den augenblicklichen Stand der Technik widerspiegeln. Die technischen Regelwerke basieren auf Erfahrungen der vergangenen Jahre und werden hinsichtlich neuer Erkenntnisse, basierend auch auf Schadensbilder aus der Vergangenheit, angepasst.

Kommentare

Was Sie da schreiben ist ja kaum zu glauben. Beim Ausbau der Horremer Hauptstraße, das war vor geschätzt 25 Jahren, hatte ich mich mit dem Doc (de Backere) und Ihrem Bauleiter Walter Meier über die überbreiten Pflasterrinnen vor Ort unterhalten und dass diese die anfallenden Lasten aus dem Verkehr niemals aufnehmen können und die Schwarzdecke längs reißt. Seit dieser Zeit kennen Sie das Schadensbild und bauen munter nach dem (...) "technischen Regelwerken für das Straßenwesen" weiter. (...)

Ich kann Ihnen nur empfehlen, laufen Sie innerhalb eines Jahres konsequent jede Straße mit offenen Augen ab. Dann wissen Sie aus eigener Erkenntnis, was zu tun ist und ändern schnellstens das "Regelwerk".
(von der Moderation geändert)

Die Planer stützen sich viel zu oft auf die Regelwerke. Wenn etwas nicht funktioniert sind diese schuld.(steht da so drin!!!!) Es sollte viel mehr nach dem Grundsatz gearbeitet werden: Was in der Praxis erprobt und sich bewährt hat sind Regeln der Technik !!! Auch der gesunde Menschenverstand kann weiterhelfen.